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Hamburg St.Pauli ist ein besonderer Ort.
Viele Millionen Besucher kommen jährlich, um sich diesen Stadtteil, seine Glitzermeilen die Reeperbahn und die Große Freiheit zu erleben. Der Mythos St.Pauli verspricht Neugierigen und Schaulustigen aus aller Welt Unterhaltung und Abenteuer in Hamburg und ist für einige Tausend Menschen, die hier wohnen lebendiger, abwechslungsreicher, mulitikultureller Lebensraum.
Für andere, vor allem Familien mit Kindern, ist St.Pauli eher ein problematischer Aufenthaltsort. Sex und Schmuddelimage gehen mit Armut und Kriminalität einher.
St.Pauli ist einer der ärmsten Stadtteile Hamburgs, und das, obwohl mit dem Tourismus ein knallhartes und erfolgreiches Geschäft betrieben wird. Mit dem hier verdienten Geld lebt es sich dann aber vornehmer in den besseren Vierteln.
Private Investitionen kommen den hier wohnenden Menschen nicht zu Gute. Öffentliche Investitionen, die der Verbesserung der Stadtteilstruktur dienen werden Jahr um Jahr geringer. Die Hamburger Regierung schloss in den vergangenen Jahren eine Reihe von sozialen Einrichtungen, weitere sind von Schließung bedroht. Öffentlicher Raum wird zerstört, Frustrationen und Spannungen bauen sich auf.
Der gemeinnützige Verein "Kurverwaltung St.Pauli e.V." leistet einen Beitrag zum sozialen und kulturellen Ausgleich.
1998 wurde St.Pauli von engagierten Bürgern zum Kurort erklärt und damit viele Träume und Ideen verknüpft: Was wäre z.B. wenn von den mehreren Millionen Besuchern jeder nur 50 Cent an Kurtaxe zahlen würde? Wir hätten jährlich einen traumhaften Betrag, der direkt in den Stadteil fließen würde ... Traumhaft !
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